Mein Praktikum im Landtag Dresden
Es war toll! Die Möglichkeit einen Einblick in das Leben eines Landtagsabgeordneten der GRÜNEN bekommen zu können, war für mich eine unglaubliche Erfahrung. Als ich den Wunsch äußerte mein Praktikum im Landtag machen zu wollen, war die Skepsis einiger Leute sehr amüsant. Doch der Reiz einmal dabei zu sein, wenn wichtige Entscheidungen getroffen werden, seinem Berufstraum ganz nah zu sein, war für mich eine große Bereicherung.
Besonders bedanken möchte ich mich bei Johannes Lichdi, der es mir ermöglichte, ihn zwei Wochen lang zu begleiten und der auf all meine Fragen eine Antwort wusste. Ich hatte die Chance Ausschuss- und Plenarsitzungen zu besuchen und mir ein Bild über die Meinungsvertretungen der Parteien machen zu können. Es wurden Diskussionen über interessante Themen, wie den Naziaufmarsch zum 13. und 19. Februar geführt. Lautstarke Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Abgeordneten waren mir anfangs ein wenig suspekt. Bei der Anfertigung des Pressespiegels zum 13. Februar verfolgte ich die unterschiedlichen Auffassungen und Spekulationen der Zeitungen über die Geschehnisse mit großem Interesse. Außerhalb des Landtags war ich bei Vorträgen in Radebeul und Ùstí nad Labem zum Thema „13. Februar - Mythen und Missbrauch: Naziaufmärsche, Blockaden und Menschenketten“ dabei.
Während des Praktikums haben mich die Menschen besonders durch ihre Leidenschaft und Zielstrebigkeit fasziniert. Mir wurde klar, dass die Erfahrungen, die ich sammelte, eine große Stütze in meinem Leben sein werden.
Ich kann dich nur ermutigen, trau dich!
Anne Kämmerer
Innocent Töpper (18 Jahre) GRÜNER Stadtrat in Coswig und Direktkandidat zu den Landtagswahlen 2009 im Wahlkreis 40
Warum wir uns im Kampf für die Demokratie selbst im Weg stehen.
Ein Kommentar des Coswiger Stadtrats Innocent Töpper
"Baden-Württemberg wird einen Grünen-Ministerpräsidenten haben – den ersten in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Ich erlebte einen engagierten, emotionalen aber trotzdem rational geführten Wahlkampf, der viele Menschen erreichte, viele Skeptiker überzeugte und so manchen begeisterte. ... Umso trauriger werde ich, wenn ich mir in meiner Heimat die Zahl derer ansehe, die in den vergangenen Jahren den Weg zur Wahlurne gingen. Resignation und völliges, politisches Desinteresse sind weit in der Gesellschaft verbreitet. ... Politik findet bei uns im öffentlichen Raum nicht statt. ... Umso wichtiger ist es mir als Stadtrat möglichst schnell das Verbot aller politischen Veranstaltungen in der Coswiger BÖRSE zu beenden. ..."
Du bist jung und willst die Welt verändern?
Dann bist du bei uns richtig! Wir sind die einzige Partei im Landkreis Meißen, die einen 18 Jahre jungen Stadtrat, ihr Mitglied nennen darf, und auf Jugendarbeit und Jugendpolitik ein besonderes Augenmerk legt.
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Pausengespräche ...
Auf eine Müsliriegellänge mit der Riesaer Grünen Jugend
Wie sind wir eigentlich hierhin geraten?
Anne-Kathrin und Julia: „Als ich 15 war wollte ich mich unbedingt engagieren und ging zum grade gegründeten Jugendforum in Riesa. Dort traf ich dann Marie von der GJ und sie nahm uns zur Aktion zum Thema Tschernobyl mit.
... Bis wir dann endlich beigetreten sind, hat es über ein Jahr gedauert, weil wir das besonders gewissenhaft machen wollten und – wir hatten ganz schön Bedenken, haben es aber nicht bereut auch wenn mich manche Dinge öfters ärgern.“
Tom: „Im Gemeinschaftskundeunterricht hatte ich einiges über Politik und Parteien gelernt, aber das ist nur Theorie. Ich habe nach einer Partei gesucht, die verdammt viele von meinen Meinungen und Interessen vertritt. Als ich dann hörte, dass sich in Riesa die „Grüne Jugend“ neu zusammenbaute, hab ich einfach mitgemacht.“
Klemens: „Ich war schon immer sehr an Politik interessiert und als ich dann auf Tom´s Hausaufgabenheft einen Aufkleber der GJ sah, wusste ich wo ich mich engagieren kann.“
Lene: „Ich glaube ich setze mich schon am längsten von uns mit der Politik der GRÜNEN auseinander. Mein Onkel und auch mein Opa, ja sogar meine Mutter sind Mitglieder der Partei. Dadurch wurde ich früh an die Anschauungen herangeführt und muss sagen, mittlerweile sind viele davon auch zu meinen geworden.“
Und was finden wir echt doof und wollen es ändern?
Julia: „Ich habe eigentlich immer gedacht Politik ist todlangweilig. Viele Ideen von Parteien sind ganz okay aber sie sollten noch verfeinert, ausgebaut und verbessert werden. Und deshalb mach ich‘s lieber selber. Auch ich will dazu beitragen, dass Parteien näher am Menschen arbeiten. Ich wünsche mir, dass Minderheiten mehr in die Gesellschaft integriert werden.“
Anne-Kathrin: „Sehr begrüßen würde ich, wenn Politiker ihre Redeanteile kurz und prägnant gestalten würden. Sie sollten sich mehr Zeit nehmen um mit uns ins Gespräch zu kommen.
Denn nur so können sie wirklich erkennen, wie wir über unsere Zukunft denken. Es müssen mehr Gelder umgeschichtet werden um die Kinder- und Jugendarbeit zu unterstützen. Respektiert uns endlich!“
Lene: „Wahlprogramme und Parteireden sind für die Jugend deshalb so schwer zu verstehen, weil sie sehr hochtrabend formuliert werden. Selbstverständlich muss man ein bestimmtes Niveau haben, aber auch uns junge Leute soll doch die Partei ansprechen und ihr Programm uns zum Wählen ermutigen. Wenn man dafür dann allerdings immer ein Wörterbuch daliegen haben muss um auch nur halbwegs zu verstehen, worum es geht, erfüllt das glaube ich nicht den Sinn der Sache.
Außerdem sollte man auch in der Schule echt mehr vorbereitet werden. Schließlich soll sie uns ja auf vieles im Leben vorbereiten und genau den Punkt, der sich regelmäßig durch unser Leben zieht vernachlässigt man dort. Mehr Politik an Schulen!“
Und was macht GRÜN so interessant?
Klemens: „Meiner Meinung nach sind die Grünen die demokratischste Partei in der deutschen Parteienlandschaft. Sie gehört nicht zu den großen Volksparteien die so viele unterschiedliche politische Meinungen vereinen muss. Sie hat auch weniger Hierarchie und ist auch so innerparteilich demokratischer.“
Tom: „Mein Lieblingsspruch ist „Wir sind Klima“, das sagt so viel aus. Zum Beispiel, dass es wichtig ist unseren Planeten zu schützen und die GRÜNEN können durchaus von sich sagen „Wir haben’s euch schon lange gesagt“ und erst jetzt fangt ihr an, was zu unternehmen, jetzt wo auch schon alles zu spät sein könnte. An der Stelle will ich mitmachen und kämpfen für ein besseres Klima!“
Das Gespräch führte Yvonn Spauschus
Kontakt
gruenejugend(at)gruene-meissen.de
Grüne Jugend Sachsen
www.gruene-jugend-sachsen.de







