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BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen
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Vorstellung

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Ich möchte mich recht herzlich bei all denen bedanken, die bei den Stadtratswahlen am 7. Juni 2009 in Riesa, die Kandidaten von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gewählt haben. Ihre Stimmen haben mir ein Mandat für Grüne Politik in Riesa verliehen.
Ich werde die „grünen“ Themen und die Arbeit von Stadtrat und Verwaltung kritisch begleiten.
Ich bewerbe mich zum 30. August als Direktkandidat für den Sächsischen Landtag im Wahlkreis Riesa-Großenhain. Hier können Sie dazu alles Wissenswerte finden. Ich habe mich gerne den Frage gestellt und stehe auch für Sie jederzeit zur Verfügung.
Ich danke für Ihr Interesse.

Thoralf Koß

  • Lehrer aus Leidenschaft
  • Bekennender Pazifist
  • Neugieriger Weltbürger
  • Naturverbundener Mensch

Bürgerfragen

Paul Kessler, 72 Jahre, Rentner fragt:
Herr Koß – seit der „Wende“ sind nunmehr 20 Jahre vergangen. Meinen Sie nicht, dass endlich ein Schlussstrich unter das Kapitel Aufarbeitung der DDR -Vergangenheit gezogen werden und die Hexenjagd auf ehemalige Stasimitarbeiter und IM’s beendet werden sollte?

Lieber Herr Kessler,
vielleicht würde ich als Thoralf Koß Ihr Anliegen, endlich einen Schlussstrich unter die DDR-Aufarbeitung mit besonders kritischer Stasi-Sicht zu ziehen, unterstützen. Auch weil man manchmal den Eindruck gewinnt, wir ehemaligen DDR-Bürger müssten uns laufend für unsere Vergangenheit entschuldigen, was völliger Humbug ist. Nur leider kann ich Ihr Anliegen als „Der Verbesserer“ (Meine Stasi-Akte, die unter diesem Namen angelegt wurde und von der 270 Seiten erhalten sind, aber alle Maßnahmepläne für mich als PID - politisch-ideologischer Diversant – eingestufter Dissident, vernichtet worden.) nicht unterstützen. Grundsätzlich bin ich davon überzeugt, dass es bei vielen Problemen zwei Blickwinkel gibt: der eine ist der des Täters, der andere der des Opfers. Diese Perspektive verändert sich auch nach 20 Jahren nicht, sondern erst, wenn jedes Opfer (ein Denunzierter) sein Recht und jeder Täter (der Denunziant) seine gerechte Strafe erhalten hat. Dies zumindest entspricht meinem Rechtsempfinden – übrigens unabhängig davon, ob es um die Aufarbeitung von DDR-Vergangenheit oder anderem Unrecht geht. Wahrscheinlich bin ich nach wie vor ein unverbesserlicher „Verbesserer“!

Helga Möhlis, 70 Jahre, Rentnerin fragt:
Thoralf, Du bist von Beruf Lehrer wie auch ich es bis zu meiner Pensionierung war. Du hattest also wie ich die Gelegenheit, mehrere Schulsysteme zu erleben. Empfindest Du das derzeitige als gerecht? Und was ist Deine Meinung zum System der Ganztagsschulen?

Liebe Frau Möhlis,
sicher werden Sie es mir nicht übel nehmen, dass ich bei meiner Antwort nicht eine Lanze für das ehemalige DDR-Bildungssystem brechen möchte, da es trotz seiner guten didaktisch-erzieherischen und pädagogischen Ansätze kein gutes System war. Es verflocht nämlich ganz eng  Bildung mit der Ideologie einer Diktatur und hatte so auch die Manipulation junger Menschen im Interesse des Staates zur Folge. Kritische und freiheitsliebende Menschen mussten früher oder später darunter leiden. Deshalb setzte ich nach der Wende viel Hoffnung in das für uns neue Bildungssystem der BRD. Doch auch diese Hoffnungen wurden zutiefst enttäuscht. Plötzlich sind es vielmehr materielle Interessen, die dieses Bildungssystem ausmachen. Es fehlen gute und vor allem einheitliche Konzepte. Der Föderalismus führt zu bildungspolitischer „Kleinstaaterei“ und Häme, wenn Bundesländer, die erfolgreich bei PISA abschnitten, die Verlierer dieser Studie belächeln. Allein die Tatsache, dass es PISA gibt, zeigt gesamtgesehen, wie schlecht unser derzeitiges Bildungssystem ist. Es gibt also keine Bildungsgerechtigkeit, mit recht einheitlichen Lehrplänen, einheitlich guten Büchern, überzeugenden Konzepten, gleich langen Lehr- und Studienzeiten, einer Leistungsbewertung von Lehrern und vieles mehr. Und auf wessen Kosten passiert das alles? Natürlich auf Kosten unserer Kinder! Ein Ganztagsschule wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung – der zweite wäre viel einfacher: Wir schummeln ein wenig, was man in der Schule eigentlich nicht darf – aber in diesem Sinne wäre es eine tolle Sache. Wir schauen einfach ab – und zwar in Finnland. Dort gibt es ein einheitliches Bildungssystem, das hervorragend funktioniert und über das ich mich schon vor Ort sehr intensiv informiert habe. Meine Tochter übrigens profitiert selber davon – sie ist Studentin in Nykarleby (Finnland)!

Jennifer Paul, 28 Jahre, fragt:
Wie ich hörte wollen die Grünen behinderte Kinder in ganz normalen Schulen lernen lassen, also zusammen mit meinen gesunden Kindern. Was denken Sie sich dabei? Meine Kinder sollen so was nicht sehen!

Liebe Frau Paul,
vielleicht – oder hoffentlich – kennen Sie vom Liedermacher Gerhard Schöne den Titel „Wellensittich und Spatzen“. In der letzten Strophe dieses Liedes geht es um eine Mutter, die mit ihrem spastisch behinderten Kind an einem Kinderfasching teilnehmen möchte und dabei sofort die Ablehnung durch die Eltern der normalen Kinder erfahren muss. Stattdessen werden die beiden argwöhnisch beobachtet und ausgeschlossen. Als Begründung für dieses Verhalten sagt eine der Mütter, genau den gleichen Satz wie Sie: „Meine Kinder sollen das nicht sehen!“

Warum eigentlich nicht? Ist eine Behinderung eine ansteckende Krankheit? Nein! Eine Behinderung ist ein Unglück, das einen Menschen oftmals ohne seinen Einfluss ereilt und mit dem er meist sein Leben lang zurechtkommen muss. Er braucht dabei besonders von uns Gesunden, die wir das Glück haben, nicht behindert zu sein, unsere Hilfe und unser Verständnis. Aber auf keinen Fall unsere Ablehnung. Wir müssen ihm zeigen, dass er zu uns gehört, aber nicht, dass er stört. Gerade Kinder gehen mit dieser Problematik viel entspannter um als viele Erwachsene. So erscheint ein behindertes Kind allen anderen Kindern als normal, auch wenn es ein wenig anders aussieht oder sich ungewöhnlich verhält. Gerade darum müssen auch behinderte Kinder Zugang zu unseren Schulen, Kindergärten und Kinderkrippen haben – denn sonst würden wir diesen Kindern zu ihrem Unglück der Behinderung ein weiteres Unglück, nämlich das unserer Ablehnung, hinzufügen. Vielleicht geraten auch sie einmal, wie viele andere Mütter und Väter, überraschend in die Situation, ein behindertes Kind zu haben – spätestens dann würde das Ende ihrer Frage lauten: „Meine Kinder sollen sowas sehen und dadurch auch verstehen!“