Stadtrat in Nossen - Eine Zwischenbilanz
Freitag, 15. April 2011
Was kann man als einzelner grüner Abgeordneter im „Schwarzen Nossen“ (diesen Beinamen erhielt die Stadt schon vor über 100 Jahren wegen des stark konservativ ausgerichteten Wahlverhaltens) erreichen?
Die Bilanz fällt leider ernüchternd aus, es gibt nur wenig Gestaltungsspielraum. Um allein einen Antrag einbringen zu können, bedarf es dreier Abgeordneter und es ist bei den Mehrheitsverhältnissen im Stadtrat leider oft unmöglich, diese weiteren Abgeordneten zu finden. Der Nossner Stadtrat segnet gern die Vorlagen der Verwaltung ab, eigene Abstimmungsvorlagen gibt es kaum.
Doch immerhin: 20 Jahre nach der Revolution verfügt BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN erstmals über ein Mandat im Stadtparlament, damit hielt dank des Wählerwillens endlich ein Stück bundesdeutsche Normalität in Nossen Einzug.
Es ist ganz wichtig, dass seit 2009 grüne und bürgerbewegte Themen eine deutliche Stimme im Stadtrat haben. Nicht zuletzt war es so möglich, durch Mobilisierung der Bevölkerung Erfolge zu erreichen, so wie dies im Fall der Durchsetzung des kommunalen Sachsenhofkaufes und beim Kampf um den Erhalt der Bahn Nossen – Meißen der Fall war.
Bei der nächsten Kommunalwahl wollen wir möglichst mit drei Abgeordneten einer grün/bürgerbewegten Liste im Stadtrat vertreten sein, um so eigene Anträge einbringen und damit neue Mehrheiten organisieren zu können. Das Wirken von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wird sich dabei weiterhin am Wohl der Stadt und ihrer Bewohner und an einer modernen Infrastruktur in einer lebenswerten Umwelt orientieren.
Peter Wunderwald






