Dresden stellt sich quer - 18.02.2012 - ein Bericht
Montag, 20. Februar 2012
Als es am Samstag, den 18.03.2012 langsam hell wurde, konnte Mann/Frau schon erahnen, dass es ein wunderbarer Tag werden würde. Die Sonne schien und genau das sollte auch den ganzen Tag so bleiben. Es war Demo-Tag in Dresden, der zweite in kurzer Folge. Diesmal aller Vorraussicht nach allerdings in Abwesenheit der Nazis. Aber das wurde den mehr als 10.000 DemonstrantInnen erst gegen Mittag endgültig aber auf erfreulicher Weise klar.
Zunächst trafen sich unter anderen viele bunte und gut gelaunte Menschen am Dresdner Hauptbahnhof um ab 11 Uhr auf der "Dresden Nazifrei" / bzw. "- stellt sich quer" Demo den verschiedensten Rednerinnen und Rednern zu lauschen und bei mehr oder weniger guter Musik langsam in Demo-Stimmung zu kommen. Als sich dann auch langsam der GRÜNE Demo-Block formierte, fanden sich neben dem Autor dieses Beitrages auch andere GRÜNE und grünnahe Menschen unseres Kreisverbandes Meißen ein, unter Ihnen der Flo aus Riesa, unsere junge GRÜNE Anne aus Weinböhla, der grüne Stadtrat Innocent aus Coswig und der Sprecher des Ortsverbandes Radebeul Martin. Aber auch viele andere GRÜNE aus ganz Sachsen reihten sich ein, so aus dem Vogtland, der Lausitz. Auch unsere Bundestags- und Landtagsabgeordneten Monika Lazar, Stephan Kühn und Johannes Lichdi liefen mit uns in der ersten Reihe.
Gut informiert durch den Landesgeschäftsfüher Till Käbsch und in guter Stimmung bewegten wir uns zwischen Gewerkschaftsblock und wendländischem Motorradclub "Kuhle Wampe" langsam Richtung Pirnaischen Platz. Unterwegs wuchs unsere Gruppe weiter an und entwickelete sich dank zahlreicher Fahnen und Transparente zu einem eindrucksvollen GRÜNEN-Block. Unter anderem fanden wir auch Unterstützung durch eine Gruppe junger GRÜNER Frauen und Männer aus Hessen, die sich auf die weite Reise nach Dresden gemacht hatten. Auch an dieser Stelle hier nochmals lieber Dank an Euch!
Auf einer Zwischenkundgebung an der Synagoge thematisierten viele RednerInnen die Kriminalisierung der NazigegnerInnen und BlockiererInnen wegen den Aktionen aus den Vorjahren und kritisierten die "sächsischen Verhältnisse". Dann setze sich die Demo wieder in Bewegung. Vorbei ging es an den "Zentren der Macht" wie der Sächsischen Staatskanzlei. Hier war eine Werbetafel, die für Offenheit und Dialog warb ein beliebtes Fotomotiv. Denn davor waren Polizisten in voller Kampfmontor postiert, die diese Einladung stark relativierten. Aber auch dies trübte die Stimmung nur kurz. Weiter ging es in die Dresdner Neustadt und zum nächsten Zwischenstopp am Neustädter Bahnhof, wo unter anderem der Deportationen der jüdischen Bevölkerung Dresdens gedacht wurde.
Unter Techno Klängen bewegte sich anschließend die Demo in Richtung Haus der Begegnung – jener Stelle die im letzten Jahr Ziel "polizeilicher Ermittlungen" wurde. Noch heute laufen diese Verfahren und die Presseleute des Bündnis von damals werden nach Erkenntnisstand des Autors nach wie vor kriminalisiert. Dies war auch ein Thema der Abschlußkundgebung in jener Großenhainer Straße.
Unterm Strich ist festzustellen, das es gut tat, gemeinsam mit ca. zehntausend Menschen entspannt und friedlich zu demonstrieren und ein klares Zeichen gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Geschichtsverfälschung zu setzen.
Thoralf Möhlis
Sprecher KV Meißen








