Kreisverband

Der Meißner Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen hat aktuell etwa 50 Mitglieder. Dabei freuen wir uns immer über neue Gesichter, die mit uns zusammen für eine ökologischere, offenere und gerechtere Welt eintreten möchten.

Getreu dem Motto „global denken, lokal handeln“ wollen wir den Landkreis Meißen zu einem noch lebenswerteren Ort machen und unsere Städte nachhaltig für die Zukunft öffnen und fit machen.

Ebenso vielfältig wie unsere Altersstruktur ist auch die gesellschaftliche Zusammensetzung unserer Mitgliedschaft. Menschen aus vielen verschiedenen Bereichen engagieren sich bei uns und zeigen, dass eine bunte und multikulturelle Gesellschaft funktioniert.

Kontakt zum Kreisverband

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Kreisverband Meißen

Thoralf Möhlis (Sprecher)
Grenzstr. 18, 01587 Riesa
Tel.: 03525 / 73 21 09

E-Mail: info(at)gruene-meissen.de

Über uns

Der Kreisverband BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN MEISSEN ist eine Gliederung der Landespartei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen und zuständig für das Gebiet des Landkreises Meißen, umfassend die Altlandkreise Meißen und Riesa-Großenhain.

In dem Bestreben, an der Politik der Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN so effektiv wie möglich mitzuarbeiten und politische Positionen im Kreisgebiet fortzuschreiben und nach außen zu vertreten, ist er offen für jeden.

Mitglied werden kann jede natürliche Person, die das 14. Lebensjahr erreicht hat, und die Satzung der Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN anerkennt sowie keiner anderen Partei angehört.

Vertreten wird der Kreisverband durch einen Vorstand.

Nachdenklich

Ich beginne meine Gedanken mit einem kleinen Samenkorn.

Es sieht so klein und unscheinbar aus, doch wenn es in die Erde gelegt, gegossen und gepflegt wird, dann wächst daraus ein Baum, der jedes Jahr größer und stärker wird. Er spendet Schatten und wird zu einem Lebensraum für kleine und immer größere Tiere. Kinder spielen unter seiner Blätterkrone und Erwachsene finden in seiner Nähe Ruhe und Trost. Und endlich, nach ca. 60 Jahren, hat er seine volle Größe erreicht und kann seiner eigentlichen Bestimmung zugeführt werden. Er wird gefällt, entastet und entrindet und dann in transportfähigen Stücken zur Fabrik gebracht. Dort wird er vollends zerkleinert, gehäckselt und mit verschiedenen Chemikalien angereichert, um schließlich mit alter Zellulose zusammen auf seine neue Aufgabe vorbereitet zu werden. Jetzt entscheidet sich, welche Qualität er in Zukunft haben wird. Es gibt die einfache Variante, in der alleine Klebemittel zugeführt werden, um ein möglichst reißfestes Produkt herstellen zu können. Aber es gibt auch Duftstoffe, Weichmacher und Farbstoffe, die angenehmere und wohltuendere Varianten hervorbringen. So kann auch für das Zuhause eine wohlige , waldige Atmosphäre erzeugt werden, aber auch ein tropisches Flair kann entstehen. Schließlich hilft eine Druckerpresse, den Verbraucherwünschen noch mehr entgegen zu kommen: Kreuzworträtsel, Sudokus, oder philosophische Zitate machen die Nutzung noch angenehmer und unterhaltsamer. Selbst Witze und Karikaturen werden zur Verschönerung angebracht. Schließlich kommt noch die Falzanlage, in der 2,3,4 oder mehr Schichten zusammengefügt werden, um das Produkt optimal auf die Kunden vorzubereiten. Nun kommt noch eine ansprechende und einladende Verpackung dazu, um die Auswahl zu erleichtern. Wieder wird das Produkt über die verschiedenen Verkehrswege transportiert: Große Containerschiffe, Lastwagen und selbst Flugzeuge werden zum Transport herangezogen, bis es schließlich im Großmarkt, im Konsum und selbst im kleinsten Dorfladen zur Verfügung steht.

Ob ein-, oder mehrlagig, ob weich, oder rau, ob weiß, oder bunt, ob mit oder ohne Geruch, ob im zweier, oder dreißiger Pack, ob saugfähig, oder auch nicht, ob groß, ob klein, egal ob Mann oder Frau, jung oder alt, es fällt, wenn man es hat, Blatt für Blatt, unbeachtet ins Klo hinab.

Es gibt natürlich auch noch andere Nutzungen: So wickeln sich Kinder zur Faschingszeit in Toilettenpapier, um als Mumien verkleidet den Tag zu verbringen. Oder auch Hochzeitsfeiern werden mit Toilettenpapier verschönert und Autos damit geschmückt. Es gibt also viele Nutzungen, die wir im täglichen Gebrauch nur selten im Blick haben.

Wird es nicht Zeit, unsere Welt wieder mit neuen Augen zu sehen? Wie viele Dinge des alltäglichen Lebens gibt es, die wir überhaupt nicht mehr wahrnehmen und schätzen. Wie viel Arbeit und Zeit steckt doch hinter allen Produkten. Und wir nehmen sie als selbstverständlich hin. Ich würde mir wünschen, dass wir wieder die Kleinigkeiten des Alltags entdecken. Dass wir sie sehen, erkennen und uns wieder an ihnen freuen können. Der Baum, der uns Trost, Ruhe und Geborgenheit schenkt ist genau so wertvoll, wie das kleinste Stück Papier, das wir unachtsam benutzen oder einfach wegwerfen. Wäre es nicht an der Zeit, heute damit anzufangen?

Jeder von uns kann etwas dafür tun! Schaut euch eure Umgebung mit bewussten Augen an. Dabei gibt es so viel Schönes zu entdecken. Und dann fällt es auch leichter, die Ressourcen unserer Umwelt zu bewahren und damit Zukunft möglich zu machen.

Martin Oehmichen, Radebeul