Wählen gehen!

Dieses Jahr dürfen wir besonders viel mitbestimmen: Nach der Wahl des Europaparlaments, der Stadtratswahl, der Kreistagswahl und der Wahl des sächsischen Landtages wird in Coswig am 03. November ein neuer Oberbürgermeister gewählt.

Die  Oberbürgermeisterwahl ist der dritte Wahltermin für uns Coswiger in diesem Jahr - und vielleicht der mit dem größten Einfluss auf unser tägliches Leben. Es gilt zu wählen, wer die Geschicke unserer Stadt in den nächsten Jahren lenkt und die Richtung bestimmt, in die sich Coswig weiter entwickeln wird.

Wir haben aus verschiedenen Gründen keinen eigenen Kandidaten aufstellen können. Darum stehen wir vor dem Problem: Beide Kandidaten, der parteilose Thomas Schubert und der AfD Kandidat David Steinmann sind keine Grünen Wunschkandidaten.

Wir Coswiger Grüne stehen für unsere Ziele aus dem Kommunal-, Europa- und Landeswahlprogramm und deren Umsetzung zum Wohle unserer Stadt. Wichtig sind uns Klima- und Naturschutz, preiswerte, sichere, ökologische und allen verfügbare Mobilität für alle, bezahlbarer Wohnraum, verlässliche und gerechte Bildungsmöglichkeiten, die weitere Unterstützung Geflüchteter in Coswig und ein menschliches, von Achtung und Respekt füreinander geprägtes Zusammenleben.

Diese Ziele wollen wir gemeinsam mit einem Oberbürgermeister gestalten, der Coswig kennt, sich seit vielen Jahren für Coswig einsetzt und weiß, wie man Probleme anpackt.

Wir unterstützen deshalb Herrn Thomas Schubert.

Wir, die Coswiger Grünen, bitten Sie: Gehen Sie zur Wahl. Wer nicht wählt, wählt AfD.

Warum nicht David Steinmann? Weil die AfD ganz offen fremdenfeindliche Ziele verfolgt, zu einem reaktionären Frauenbild zurück will, neoliberale statt soziale Wirtschaftspolitik vertritt, den Klimawandel leugnet und keine Gegenpositionen zu ihren eigenen "Wahrheiten" zulässt. Damit ist sie alles Mögliche, aber nicht die Partei der "kleinen Leute".

Ein AfD-Oberbürgermeister würde Coswig nicht nur kurzfristig in die überregionalen Schlagzeilen bringen, sondern hätte auch nachhaltigen Einfluss auf das Leben in Coswig. Wir hätten wohl keinen Kämmerer namens Schubert mehr. Auch andere Mitarbeiter der Stadtverwaltung würden sich andere Jobs suchen. Die Arbeit der JuCo und der Initiativen würde deutlich schwieriger. Der Zuzug von Menschen anderer Nationalität, Kultur oder Religion, die beispielsweise bei Globalfoundries, der TU Dresden oder an ähnlicher Stelle arbeiten, würde voraussichtlich nicht mehr stattfinden. Bereits in Coswig Wohnende könnten sich andere Orte zum Leben suchen. Dafür müsste ein Oberbürgermeister Steinmann noch nicht mal viel tun, die meisten Effekte träten allein aufgrund seiner Wahl als erster Deutscher AfD-Oberbürgermeister ein.